Schaltschrankbau Software: ein Modell, aus dem Stückliste und Dokumentation fallen

Schaltschrankbau Software: ein Modell, aus dem Stückliste und Dokumentation fallen

Im Schaltschrankbau entscheidet nicht die Zeichnung über die Marge, sondern die Nacharbeit. Der Aufbau ist in einem Vormittag geplant. Die Stückliste, die Verteilerdokumentation und die drei Änderungsrunden danach kosten die Woche.

Die Aufgabe im Betrieb

Ein Schaltschrank durchläuft im Betrieb mehrere Hände: Kalkulation, Arbeitsvorbereitung, Montage, Prüfung, Übergabe. Jede Station braucht denselben Stand in einer anderen Form. Die Kalkulation braucht die Stückliste, die Montage braucht die Reihenbelegung, die Übergabe braucht die Dokumentation.

Wenn diese drei Sichten getrennte Dateien sind, laufen sie auseinander. Meist genau dann, wenn kurzfristig ein Gerät getauscht wird, weil der Großhandel das geplante Fabrikat nicht liefert. Das Gerät geht in den Schrank, aber nicht zuverlässig in alle drei Dokumente.

Ein Programm für den Schaltschrankbau muss deshalb vor allem eines können: einen Stand halten, aus dem sich alle drei Sichten erzeugen lassen. Genau daran setzt Panelworks an.

So arbeiten Sie: vier Schritte

1. Reihen aufbauen. Echte Geräte in echten Teilungseinheiten auf die Hutschiene. Nicht Symbole, sondern Bauteile mit tatsächlicher Baubreite, also mit der Information, die in der Werkstatt zählt.

2. Verdrahten. Klemmen, Sammelschienen und Verteilerblöcke werden im Modell verbunden. Die Verdrahtung ist damit Bestandteil des Aufbaus, nicht eine getrennt gepflegte Zeichnung.

3. Vorhalten und markieren. Reserveplätze reservieren, Kabelkanal markieren, Planungsdetails skizzieren. Wer serienweise Schränke baut, hält so den Erweiterungsstand fest, statt ihn zu erinnern.

4. Unterlagen erzeugen. Stromlaufplan, Stückliste und Verteilerplan entstehen aus demselben Modell.

Vier Ansichten stehen auf denselben Daten: Aufbau, Verdrahtung, Übersichtsschaltplan und Schaltplan. Die Werkstatt arbeitet in der Aufbauansicht, die Prüfung im Schaltplan, die Übergabe mit der Übersicht.

Stückliste und Verteilerdokumentation als eigentliches Ergebnis

Für einen Schaltschrankbauer ist die Stückliste kein Nebenprodukt, sondern das Dokument, an dem Kalkulation, Bestellung und Nachkalkulation hängen. In Panelworks ist sie ein Ergebnis des Aufbaus: Was im Schrank steht, steht in der Liste. Es gibt keinen zweiten Pflegeort, an dem etwas fehlen kann.

Dasselbe gilt für die Verteilerdokumentation. Der Verteilerplan bildet die Belegung der Reihen ab, der Stromlaufplan die Verdrahtung. Ändert sich der Aufbau, ändern sich beide mit.

Mit Pro gehen die Unterlagen als PDF, XLSX und CSV heraus. XLSX und CSV sind der Anschluss an das, was ohnehin läuft: Kalkulationsvorlage, Bestellliste, Warenwirtschaft. Der Versionsverlauf mit benannten Ständen hält fest, welcher Stand angeboten, freigegeben und gebaut wurde. Bei Nachträgen ist das die belastbarere Antwort als eine Ordnerstruktur mit Dateinamen.

Wie sich aus der Verdrahtungsansicht eine Klemmenübersicht ableiten lässt, steht unter Klemmenplan Vorlage.

Bauteilbibliothek über mehrere Hersteller

Ein Panel-Shop ist selten an einen Hersteller gebunden, und wenn doch, dann nur bis zum nächsten Lieferengpass. Die Bauteilbibliothek ist deshalb herstellerübergreifend angelegt und wächst weiter: Schneider Electric, ABB, Hager, Siemens, Eaton, Legrand, CHINT, Noark, IWAGO, Hyundai und Doepke.

Für die Schaltschrankplanung heißt das praktisch: Ein Gerätetausch wird im Modell nachgezogen, nicht in einer Fußnote. Wer heute mit einem Herstellerkonfigurator arbeitet, findet die Einordnung unter Eaton xWired Alternative und Schrack Design Alternative. Diese Werkzeuge sind für ihren eigenen Katalog gut und kosten nichts; sie enden dort, wo der Schrank gemischt bestückt ist.

Mit Pro lassen sich außerdem eigene Bauteile anlegen. Für Sonderteile, die kein Katalog führt, ist das der Weg, sie trotzdem sauber in Aufbau und Stückliste zu bekommen.

Kostenlos oder Pro

Der Free-Plan ist kostenlos: ein Schrank, dauerhaft in der Cloud, alle vier Ansichten, generischer Bauteilkatalog, Stückliste. Genug, um an einem echten Auftrag zu prüfen, ob die Arbeitsweise trägt.

Pro kostet 19 EUR/Monat. Enthalten sind unbegrenzte Schränke, Versionsverlauf mit benannten Ständen, Export als PDF, XLSX und CSV, eigene Bauteile und Länder-Compliance-Pakete. Für einen Betrieb, der mehrere Schränke im Monat baut, ist die Rechnung schnell gemacht.

Normen und Einordnung

Als Bezugsrahmen werden IEC, UL, CEC, SAR, RoHS und UKCA geführt, dazu Länder-Compliance-Pakete mit Pro. Klar gesagt: Panelworks plant und dokumentiert. Bauartnachweis, Stückprüfung und Prüfprotokoll nach EN 61439 bleiben Aufgabe des Schaltanlagenbauers und werden von Panelworks nicht erzeugt.

Für kleinere Anlagen und Wohnungsverteiler ist die passendere Seite Unterverteilung planen mit Software.

Häufige Fragen

Gibt es eine kostenlose Schaltschrank-Software?

Der Free-Plan von Panelworks ist kostenlos und umfasst einen Schrank mit allen vier Ansichten und der Stückliste. Der Export gehört zu Pro.

Muss ich etwas installieren?

Nein. Panelworks läuft im Browser, die Projekte liegen in der Cloud und sind nicht an einen Arbeitsplatz gebunden.

Ist das ein Ersatz für Elektro-CAD?

Nein. Panelworks ist auf den Aufbau und die Verdrahtung von Verteilern und Schaltschränken ausgelegt, nicht auf vollständige Anlagenprojektierung. Es gibt keine 3D-Darstellung.

Bekomme ich die Stückliste nach Excel?

Ja, mit Pro als XLSX und CSV, zusätzlich PDF für die Dokumentation.

Kann ich Sonderteile aufnehmen, die in keinem Katalog stehen?

Ja. Eigene Bauteile sind Teil von Pro.

Bauen Sie Ihren ersten Schrank im Modell auf, kostenlos: Start designing free.

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