Unterverteilung planen: Software, die kostenlos startet
Eine Unterverteilung richtig planen heißt in der Praxis: wissen, was auf welche Reihe kommt, ob es passt, wie es verdrahtet wird und wie der Kunde am Ende die Unterlagen bekommt. Die meisten Betriebe machen das bis heute in Excel, auf Papier oder im Konfigurator ihres Hausherstellers. Alle drei Wege funktionieren, und alle drei brechen an derselben Stelle: bei der ersten Änderung.
Die eigentliche Aufgabe
Der erste Aufbau ist selten das Problem. Zeit kostet, was danach kommt.
Ein Leitungsschutzschalter wird gegen ein anderes Fabrikat getauscht, weil das geplante nicht lieferbar ist. Zwei Abgänge kommen dazu. Der Kunde will Reserveplätze. Jede dieser Änderungen muss in den Belegungsplan, in die Stückliste und in die Verdrahtungsunterlage. Wer diese drei Dinge getrennt pflegt, pflegt sie irgendwann nicht mehr, und dann stimmt die Dokumentation nicht mit dem Verteiler überein, der an der Wand hängt.
Panelworks löst das über ein einziges Modell. Sie bauen den Verteiler, und die Dokumente kommen aus diesem Aufbau. Als Tool im Browser braucht es dafür weder Installation noch CAD-Kenntnisse.
So arbeiten Sie: vier Schritte
1. Reihen bestücken. Sie setzen echte Geräte mit echten Teilungseinheiten auf die Hutschiene. Kein abstraktes Symbol, das später doch nicht passt, sondern das Bauteil mit seiner tatsächlichen Baubreite. Ob die Reihe voll ist, sehen Sie beim Setzen.
2. Verdrahten. Sie verbinden Klemmen, Sammelschienen und Verteilerblöcke. Die Verdrahtung ist Teil des Modells, nicht eine Zeichnung daneben.
3. Planen, was noch nicht feststeht. Reserveplätze reservieren, Kabelkanal markieren, Planungsdetails skizzieren. Das gehört zur Unterverteilung genauso wie die belegten Plätze und geht auf Papier meistens verloren.
4. Unterlagen erzeugen. Aus demselben Modell entstehen Stromlaufplan, Stückliste und Verteilerplan. Sie schreiben sie nicht, Sie erzeugen sie.
Dazu kommen vier Ansichten auf denselben Verteiler: Aufbau, Verdrahtung, Übersichtsschaltplan und Schaltplan. Für den Monteur ist der Aufbau die Wahrheit, für den Prüfer der Plan, für die Übergabe die Übersicht.
Bauteilbibliothek über mehrere Hersteller
Eine Unterverteilung ist selten sortenrein. Die Bauteilbibliothek ist deshalb herstellerübergreifend und wächst laufend. Enthalten sind Schneider Electric, ABB, Hager, Siemens, Eaton, Legrand, CHINT, Noark, IWAGO, Hyundai und Doepke.
Das ist der praktische Unterschied zu einem Herstellerkonfigurator: Sie können den Verteiler so planen, wie er tatsächlich gebaut wird, auch wenn Sie mitten im Projekt den Lieferanten wechseln. Wie sich das gegenüber den Werkzeugen der Hersteller verhält, steht auf den Seiten zu Hager Ready und ABB EasyPro.
Was am Ende herauskommt
Drei Dokumente aus einem Modell:
- Stromlaufplan aus der Verdrahtung
- Stückliste mit dem, was tatsächlich verbaut ist, als Grundlage für Bestellung und Kalkulation
- Verteilerplan als Belegung der Reihen
Mit Pro gehen diese Unterlagen als PDF, XLSX und CSV heraus. Die Stückliste als XLSX oder CSV ist der Punkt, an dem die meiste Zeit gespart wird, weil sie direkt in Kalkulation und Bestellung weiterläuft. Wer aus derselben Verdrahtung eine Klemmenübersicht ableiten will, findet die Vorgehensweise unter Klemmenplan Vorlage.
Kostenlos oder Pro
Der Free-Plan ist kostenlos und umfasst einen Verteiler, dauerhaft in der Cloud gehalten, mit allen vier Ansichten, einem generischen Bauteilkatalog und der Stückliste. Für einen ersten echten Verteiler reicht das aus, um zu beurteilen, ob die Arbeitsweise zu Ihrem Betrieb passt.
Pro kostet 19 EUR/Monat. Enthalten sind unbegrenzte Verteiler, Versionsverlauf mit benannten Ständen, Export als PDF, XLSX und CSV, eigene Bauteile und Länder-Compliance-Pakete. Der Versionsverlauf ist im Streitfall das nützlichste Detail: Er zeigt, welcher Stand freigegeben wurde und welcher gebaut ist.
Normen und Einordnung
Auf der Produktseite werden IEC, UL, CEC, SAR, RoHS und UKCA als Bezugsrahmen geführt, dazu Länder-Compliance-Pakete mit Pro. Panelworks ist ein Planungs- und Dokumentationswerkzeug. Es ersetzt weder die Auslegung durch die Elektrofachkraft noch Prüfungen oder Nachweise nach EN 61439. Wer Schaltanlagen im Betrieb baut, findet die Sicht des Schaltanlagenbauers unter Schaltschrankbau Software.
Häufige Fragen
Kann ich eine Unterverteilung wirklich kostenlos planen?
Ja. Der Free-Plan umfasst einen Verteiler mit allen vier Ansichten und der Stückliste. Export als PDF, XLSX und CSV gehört zu Pro.
Läuft das online, ohne Installation?
Ja. Panelworks ist ein Cloud-Werkzeug und läuft im Browser. Das Projekt liegt in der Cloud und ist nicht an einen Rechner gebunden.
Berechnet die Software Leitungslängen oder Spannungsfall?
Nein. Panelworks berechnet keine Kabellängen aus Verlegewegen. Die Auslegung bleibt Aufgabe der Fachkraft.
Kann ich Geräte verschiedener Hersteller mischen?
Ja. Die Bibliothek ist herstellerübergreifend. Ob eine Kombination technisch zulässig ist, entscheiden Sie fachlich.
Was ist besser als eine Excel-Liste?
Excel kennt keine Teilungseinheiten und keine Verdrahtung. In Panelworks ist die Stückliste ein Ergebnis des Aufbaus, keine getrennt gepflegte Datei.
Planen Sie Ihre erste Unterverteilung kostenlos: Start designing free.